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Dohlen im Schornstein

Die Dohle: Vogel des Jahres 2012

Schornsteinfeger warnen vor Kohlenmonoxid-Vergiftung durch verstopfte Abgangswege. Wenn Dohlen in Schornsteinen nisten, ist das Leben der Hausbewohner in Gefahr. Auch die Vögel erleben in diesen Tagen ihren Frühling. Die Rabenvögel suchen sich leider allzu oft Schornsteine aus, um dort ihre Nester zu bauen.

"Es interessiert Dohlen wenig, dass durch die Schornsteine eigentlich die Abgase abziehen sollen", warnt Jens Wagener, Pressesprecher der Schornsteinfegerinnung Osnabrück-Emsland. Die Dohlen werfen Zweige in den Schacht. Wo sie sich verfangen, wird weiter gebaut. Und damit nimmt das Unglück seinen Lauf: Der Schornstein ist in der Regel seiner Funktion beraubt. Das größte Problem besteht darin, dass die Betreiber der Gas- oder Ölheizung davon oft nichts mitbekommen. Also läuft die Feuerstätte weiter, die Gase treten im Aufstellraum aus. Dies kann zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung führen, die oftmals tödlich endet. Im vergangenen Jahr ereignete sich in Rhauderfehn ein derartiger Unfall: Dohlen hatten tagelang Äste und Zweige in den Schornstein fallen lassen und ihn so gründlich verstopft. Die Abgase der Heizungsanlage konnten nicht mehr abziehen, drangen zurück ins Haus und vergifteten die Bewohner, denen im Badezimmer stets schwindelig wurde. Sie konnten sich aber noch in Sicherheit bringen.
Kohlenmonoxid, das bei der erneuten Verbrennung der Abgase entsteht, blockiert den Sauerstofftransport im Blut und führt im schlimmsten Fall zur Erstickung. Bei den Kontrollgängen der Schornsteinfeger wird das Nistmaterial oft eimerweise zu Tage gefördert. "Die Dohlen werfen Stöcke, Moos, Gras, Papiertaschentücher, Silvesterraketen oder sogar Getränkedosen in den Schornstein hinein - alles, was sie finden können", berichten die Schornsteinfeger. Das Nest ist so stabil, dass die Schornsteinfeger mit dem Entfernen meistens viel Arbeit haben. Ohne Spezialwerkzeuge läuft nichts: Zum Einsatz kommen so genannte ?Harpunen?, mit Widerhaken besetzte Speerspitzen, um das Material heraus zu bekommen. Oder es werden schwere Eisenkugeln an der Kehrleine von oben in den Schornstein geworfen, um das Nest nach unten zu drücken. Bei Schornsteinen, die nicht gerade, sondern winkelig gemauert sind, kann das schon einmal ein paar Stunden in Anspruch nehmen. Wenn ein reger Flugbetrieb der Tiere in Schornsteinnähe beobachtet wird, und im Schornstein bereits Nistmaterial liegt, sollte unbedingt der zuständige Bezirksschornsteinfeger verständigt werden. Die Schornsteinfeger-Innung appelliert auch an die intakte Nachbarschaft: "Meistens schaut man auf den Schornstein des Nachbarhauses und nicht auf seinen eigenen", sagt Jens Wagener.
Die Montage eines Dohlengitters ist ein zuverlässiger Schutz. Die Dohle (Coloeus monedula) ist ein über. Europa verbreiteter taubengroßer, schwarzer Rabenvogel mit grauem Kopf. Die geschützte Dohle nistet unter anderem gesellig auf Türmen, in Baumhöhlen oder in Schornsteinen. Das Weibchen legt etwa fünf bis sechs Eier.

Dohlen im Schornstein Tödliche Gefahr

Schornsteinfeger warnen vor Kohlenmonoxid-Vergiftung durch ver stopfte Abgaswege

 

Im Kehrbezirk vom Bez.-Schornsteinfegermstr. Rolf Thelen in Haselünne verhinderte sein Mitarbeiter Andreas Walburg , dass es hier   mehrere Tote in einem 7 Familienwohnhaus im Stadtkern von Haselünne hätte geben können.
 
An einem Mehrfachbelegten Gasschornstein mit 3  Feuerstätten über 2 Etagen war im Schornstein bei der jährlichen Überprüfung der Gasfeuerstätten ein sehr hoher Abgasaustritt und ein hoher CO-Gehalt festgestellt worden. Hier war dem Schornsteinfegermeister Andreas Walburg sehr schnell klar, dass  im Schornstein eine Verstopfung vorliegen musste.
Bei der Überprüfung des Schornsteines mit einem Spiegel und einer Taschenlampe sah er ein Dohlennest oberhalb der Gasfeuerstätten. Er hat dann die Gasfeuerstätten ausgeschaltet  und  gleichzeitig  seinen Chef informiert der sofort  dazu  kam. Sofort  begannen die beiden Schornsteinfegermeister mit der Entfernung des Nestes.
Der Eigentümer des Mehrfamilienhauses war zum Zeitpunkt der Überprüfung im Urlaub und da die Mieter es nicht mitbekommen hatten, dass die Dohlen ein dickes Nest in ihrem Gasschornstein errichtet hatten, musste jetzt schnell gehandelt werden. Die Dohle hat das Nest verlassen und die Arbeiten konnten beginnen. Nach gut 3 Stunden harter Arbeit war das gesamte Nest vom Keller bis zur Dachmündung frei und der Schornstein wurde an der Mündung gegen die Dohlen  gesichert.
 
Wichtige Hinweise
 
Wenn Dohlen in Schornsteinen nisten, ist das Leben der Hausbewohner in Gefahr. Auch die Vögel erleben in diesen Tagen ihren Frühling. Die Rabenvögel suchen sich leider allzu oft Schornsteine aus, um dort ihre Nester zu bauen. „Es interessiert Dohlen wenig, dass durch die Schornsteine eigentlich die Abgase
abziehen sollen“, warnt Jens Wagener, Pressesprecher der Schornsteinfegerinnung Osnabrück-Emsland. Die Dohlen werfen Zweige in den Schacht. Wo sie sich verfangen, wird weiter gebaut. Und damit nimmt das Unglück seinen Lauf: Der Schornstein ist in der Regel seiner Funktion beraubt. Das größte Problem besteht darin, dass die Betreiber der Gas- oder Ölheizung davon oft nichts mitbekommen. Also läuft die Feuerstätte weiter, die Gase treten im Aufstellraum aus.
Dies kann zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung führen, die oftmals tödlich endet. Im vergangenen Jahr ereignete sich in Rhauderfehn ein derartiger Unfall: Dohlen hatten tagelang Äste und Zweige in den Schornstein fallen lassen und ihn so gründlich verstopft. Die Abgase der Heizungsanlage konnten nicht mehr abziehen, drangen zurück ins Haus und vergifteten die Bewohner, denen im Badezimmer stets schwindelig wurde. Sie konnten sich aber noch in Sicherheit bringen.
Kohlenmonoxid, das bei der erneuten Verbrennung der Abgase entsteht, blockiert den Sauerstofftransport im Blut und führt im schlimmsten Fall zur Erstickung. Bei den Kontrollgängen der Schornsteinfeger wird das Nistmaterial oft eimerweise zu Tage gefördert. „Die Dohlen werfen Stöcke, Moos, Gras,
Papiertaschentücher, Silvesterraketen oder sogar Getränkedosen in den Schornstein hinein - alles, was sie finden können“, berichten die Schornsteinfeger. Das Nest ist so stabil, dass die Schornsteinfeger mit dem Entfernen meistens viel Arbeit haben. Ohne Spezialwerkzeuge läuft nichts: Zum Einsatz kommen so genannte „Harpunen“, mit Widerhaken besetzte Speerspitzen, um das Material heraus zu bekommen. Oder es werden schwere Eisenkugeln an der Kehrleine von oben in den Schornstein geworfen, um das Nest nach unten zu drücken. Bei Schornsteinen, die nicht gerade, sondern winkelig gemauert sind, kann das schon einmal ein paar Stunden in Anspruch nehmen. Wenn ein reger Flugbetrieb der Tiere in Schornsteinnähe beobachtet wird, und im Schornstein bereits Nistmaterial liegt, sollte unbedingt der zuständige Bezirksschornsteinfeger verständigt werden. Die Schornsteinfeger-Innung appelliert auch an die intakte Nachbarschaft: „Meistens schaut man auf den Schornstein des Nachbarhauses und nicht auf seinen eigenen“, sagt Jens Wagener. Die Montage eines Dohlengitters ist ein zuverlässiger Schutz.
Die Dohle (Coloeus monedula) ist ein über Europa verbreiteter taubengroßer, schwarzer Rabenvogel mit grauem Kopf. Die geschützte Dohle nistet unter anderem gesellig auf Türmen, in Baumhöhlen oder in Schornsteinen. Das Weibchen legt etwa fünf bis sechs Eier. Der Tierschutz  wird auch hier beachtet.
 

Heizen mit Holz

Heizen mit Holz oder Schornsteinbrand vermeidenDas Heizen mit Holz, insbesondere in Kamin- und Kachelöfen, findet immer mehr Freunde. Moderne Feuerungsanlagen nutzen das Feuer gefahrlos und komfortabel. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Kamin- und Kachelöfen. Bei der Wahl sollte nicht nur Aussehen und Preis den Kauf entscheiden, sondern auch die passende Heizleistung und der Brennstoffverbrauch.
 


Der richtige Aufstellort für den neuen Ofen will bedacht sein. In Treppenräumen von Mehrfamilienhäusern, notwendigen Fluren und Garagen dürfen zum Beispiel keine Feuerstätten aufgestellt werden.

Eine Feuerstätte braucht zur Verbrennung genügend Sauerstoff. Den Sauerstoff bzw. die Verbrennungsluft entnimmt sie in der Regel dem Aufstellraum. Durch dichte Fenster und Türen oder durch Lüftungsanlagen und Dunstabzugshauben kann es passieren, dass nicht genügend Verbrennungsluft zur Verfügung steht.

Das Verbindungsstück bzw. Rauchrohr zwischen Ofen und Schornstein sollte nicht zu lang sein. Es muss die passende Größe und Stärke haben sowie aus dem richtigen Material bestehen. Wichtig ist auch der Abstand zu brennbaren Teilen (mindestens 40 cm). Unterhalb des Ofens ist ein eventuell vorhandener brennbarer Fußboden mit einem ausreichend großen nicht brennbaren Belag (Blech, Glas, Fliesen o.ä.) zu schützen.

Zu einem Ofen gehört auch ein passender Schornstein. Lassen Sie sich von dem Bezirksschornsteinfegermeister beraten, wie der Schornstein beschaffen sein muss. Er muss auch in jedem Fall eine neu aufgestellte oder geänderte Feuerstätte prüfen und die sichere Benutzbarkeit bescheinigen.

Weitere wichtige Hinweise für das Heizen mit Holz:

Es ist wichtig immer nur trockenes, unbehandeltes, Naturbelassenes und stückiges Holz, also Scheitholz zu verwenden. Die Scheite sollten nicht dicker als 10 cm und nicht länger als 33 cm sein.
Holz gilt dann als trocken, wenn der Feuchtigkeitsgehalt max. 20% beträgt. Frisch geschlagenes Holz benötigt bei richtiger Lagerung 2-3 Jahre, Eichenholz 3-4 Jahre, um den trockenen Zustand zu erreichen. Brennholz wird richtig gelagert, wenn es an einem luftigen, sonnigen und überdachten Ort aufgeschichtet wird und zwischen den einzelnen Schichten Luft zirkulieren kann.
Der Heizwert von trockenem Holz verdoppelt sich fast gegenüber dem des feuchten Holzes. Durch einen zu hohen Wassergehalt verringert sich die Verbrennungstemperatur. Eine verstärkte Ruß- und Teerbildung, die Gefahr der Schornsteinversottung bzw. Schornsteinbrand und eine starke Zunahme schädlicher Emissionen sind die Folge. 


3 Gründe warum man nicht mit feuchtem Holz heizen sollte:

1. Je feuchter das Holz, desto geringer sein Heizwert; denn das Wasser im Holz muss zuerst verdampft werden, wozu schon jede Menge Energie nötig ist und für wohlige Wärme bleibt dann nicht mehr viel übrig.

2. Durch den Wasserdampf wird die Verbrennungstemperatur herabgesetzt, es bildet sich Ruß, der sich im Feuerraum und auf den Kaminofenscheiben als hartnäckiger schwarzer Belag anlegt.

3. Die Emissionen nehmen zu, weil Schadstoffe unverbrannt durch den Schornstein ziehen.

Gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz, auch nicht Sperrholz, Spanplatten, Papier, Papierbriketts, Verpackungsmaterial und schon gar nicht Müll dürfen im Kaminofen verbrannt werden.

Brennstoffmengen:
Die meisten Kaminöfen sind mit einer so genannten Flachfeuerung ausgestattet, das heißt das nur eine Lage Brennstoff auf die vorhandene Grundglut aufgegeben werden darf. Bei Zufuhr einer höheren Brennstoffmenge gibt der Kaminofen eine größere Wärmemenge ab, bzw. wird stärker erhitzt als dies von der Konstruktion vorgesehen ist. Dadurch kann es zu Schäden am Kaminofen kommen.

Den Herausforderungen unserer Zeit zu entsprechen bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Die Erhaltung der Natur und unserer Umwelt ist gerade jetzt eine unserer wichtigsten Aufgaben. Wer beim Betrieb seines Ofens obige Richtlinien befolgt, trägt seinen Teil dazu bei und genießt am Winterabend die wohlige Wärme eines Kaminfeuers.

 

Alte Heizungsanlagen verbrauchen zuviel Energie

Schornsteinfegerhandwerk veröffentlich aktuelle Erhebungsdaten
Nie waren Strom, Gas und Öl so teuer wie heute. Vor allem das Beheizen der Wohnräume reißt ein großes Loch in die Kassen der Privathaushalte. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes werden in Deutschland mehr als drei Viertel der eingesetzten Energie dazu verwendet.



Haus- und Wohnungsbesitzer können daher viel Geld sparen, indem sie eine so genannte "energieeffiziente" Heizungsanlage einsetzen. Anders ausgedrückt sollte das Ziel sein, möglichst viel Heizleistung mit möglichst wenig Einsatz von Strom, Öl oder Gas zu erreichen.

Laut einer Emnid-Umfrage sind 70 Prozent der Bundesbürger davon überzeugt, dass ihre Heizungsanlage energieeffizient arbeitet. Die jährlich veröffentlichten Zahlen des Schornsteinfegerhandwerks sprechen dagegen eine ganz andere Sprache. Danach ist jede fünfte Gasfeuerungsanlage und sogar jede dritte Ölfeuerungsanlage älter als 20 Jahre. Bei solch veralteten Techniken bleiben riesige Energieeinspar-Potenziale ungenutzt. Die Fehleinschätzung der Verbraucher, dass funktionierende Heizungsanlagen automatisch auch effizient arbeiten, lässt die Belastungen von Haus- und Wohnungsbesitzern in die Höhe klettern und auch Deutschlands Klimaschutzziele in weite Ferne rücken.



Der Schornsteinfeger berät Betreiber von Heizungsanlagen objektiv und neutral und steht bei Fragen zum Thema Energieeinsparung in den eigenen vier Wänden zur Verfügung.
Einen Überblick über die Ergebnisse der erfolgreichen Arbeit des Schornsteinfegerhandwerks geben die aktuellen Erhebungen für das Jahr 2007, die als fundierte Datenbasis Forschung, Industrie und Behörden über den tatsächlichen Bestand der Heizungsanlagen in deutschen Haushalten informiert.

Dunstabzugsanlagen

Dunstabzugsanlagen kommen in vielen gewerblichen Bereichen zum Einsatz. Sie sind für einwandfreie hygienische Bedingungen am Arbeitsplatz notwendig.

Dunstabzugsanlagen stellen aufgrund der in ihr zur Ablagerung kommenden Fette und sonstigen Substanzen eine Brandgefahr dar. Zusätzlich besteht ein öffentliches Interesse an der einwandfreien Funktion solcher Anlagen, die Geruchsbelästigungen, welche ansonsten von den Betriebsstätten ausgehen würden, einschränken, bzw. gänzlich beseitigen.

Da die einwandfreie Funktion in unmittelbarem Zusammenhang mit Sicherheit, Hygiene und Arbeitsschutz steht, kann sich eine Überprüfung der Dunstabzugsanlage nicht nur auf die Inaugenscheinnahme der Filter und Leitungen beschränken.
Vielmehr steht auch die Überprüfung des Anlagenzustandes in direktem Zusammenhang mit dem Brandschutz.

Luftdichtheit

Im Bereich Wohnungsbaues bestehen erhebliche Energieeinsparpotentiale. In Deutschland verbrauchen die privaten Haushalte rund ein Drittel der Endenergie, 90 Prozent davon wenden sie allein für die Bereiche Heizung und Warmwasser auf.

Zentraler Ansatz bei der Einsparung von Energie und somit zur Vermeidung von Kohlendioxid im Wohnbereich ist der Wärmeschutz. Bei den heutigen verbesserten Wärmedämmstandards spielt das Thema Luftdichtheit eine besondere Rolle.

Durch Undichtigkeiten in der Gebäudehülle gelangt Raumluft nach außen. Auf diese Weise kann mehr Wärme verloren gehen, als durch die Transmissionswärmeverluste der Außenbauteile.

Die Folgen reichen jedoch weiter. Durch vorhandene Fugen und Ritzen kann Raumluft in Bauteile eindringen. Der in der Raumluft vorhandene Wasserdampf führt bei einer Unterschreitung der Taupunkttemperatur zur Bildung von Wasser in Bauteilen und damit zu Feuchteschäden (Gefahr von Schimmelpilzbildung).

* Höherer thermischer Komfort


* Höhere Luftqualität


* Besserer Schallschutz


* Verringerter Heizenergieverbrauch


* Vermeidung von Bauschäden


* Messung der Luftdurchlässigkeit

Messung der Luftdurchlässigkeit (Blower Door)





Für die Messung der Luftdurchlässigkeit einer Wohnung oder eines Gebäudes wird ein Ventilator luftdicht in die Öffnung einer Tür oder eines Fensters eingebaut.




Der Ventilator kann bei Betrieb und geschlossenen Fenstern sowie Türen einen Unter- oder Überdruck gegenüber der Außenluft aufbauen. Die Höhe Druckdifferenz kann man über die Ventilatordrehzahl einstellen.

Der am Gebläse zu messende Volumenstrom entspricht dem Leckagestrom, der durch die vorhandenen Undichtigkeiten ins Gebäude strömt.




Die Messung erfolgt sowohl bei Unter- als auch bei Überdruck, wobei die Gebäudedruckdifferenz 50 Pascal (Pa) beträgt.




Sobald der Unterdruck von 50 Pa hergestellt ist, werden leckverdächtige Stellen, also Fugen, Anschlüsse und Durchdringungen mit einem Luftgeschwindigkeitsmessgerät abgesucht.

Ebenfalls kann man durch Rauch Leckluft sichtbar machen.



Wenn der Leckagevolumenstrom durch das Innenvolumen des Untersuchten Gebäudes geteilt wird, erhält man die Luftwechselrate bei 50 Pa. Die Luftwechselrate ermöglicht die Bewertung eines Gebäudes bzw. einer Wohnung.




Wird eine Blower Door Messung durchgeführt, so darf der nach DIN EN13829: 2001-02 bei einer Druckdifferenz zwischen Innen und Außen von 50 Pa gemessene Volumenstrom -bezogen auf das beheizte Luftvolumen- bei Gebäuden:
* ohne raumlufttechnische Anlagen 3 h-1 und


* mit raumlufttechnischen Anlagen 1,5 h-1
nicht überschreiten.

Thermographie

Wärme sehen? Das übersteigt natürlich die Fähigkeit des menschlichen Auges. Dabei strahlen alle Gegenstände Wärme und somit Licht ab. Ein Licht allerdings, das im langwelligen Infrarotbereich liegt. Bei hohen Temperaturen wird Strahlung auch im sichtbaren Bereich ausgesendet (Sonne, Glühwendel einer Glühbirne, heißes Metall).




Um die Schwachstellen (Wärmebrücken) am Gebäude, an denen zu viel Wärme ins Freie entweicht, sichtbar zu machen, bedient man sich der Thermographie. Eine spezielle Infrarot-Kamera nimmt die unterschiedlichen Wärmeabstrahlungen auf. Die Thermographieaufnahme macht Temperaturunterschiede sichtbar. Bei einer Außenansicht eines beheizten Gebäudes heben sich dabei die Flächen und Bauteilanschlüsse ab, die wärmer sind als die umgebenden Flächen. Eine größere Temperatur wird aber durch einen höheren Wärmestrom von innen nach außen bewirkt und ist deshalb ein Hinweis auf einen schlechtere Wärmedämmwirkung bzw. eine Wärmebrücke an der betreffenden Stelle.




Wärmebrücken sind überall dort vorhanden, wo die Geometrie oder die Konstruktion in ihrer Homogenität gestört ist. Typische Wärmebrücken sind z.B. Raumecken, Balkonanschlüsse, Fensterlaibungen, Rollladenkästen, Fensterstürze, usw. An diesen Wärmebrücken ist in der Heizperiode erstens die Temperatur an der raumseitigen Oberfläche geringer als im ungestörten Bereich und zweitens geht zusätzliche Energie (Heizkosten) nach außen verloren.




Bei der Durchführung der Thermographie muss die Außentemperatur deutlich niedriger liegen als die Raumtemperatur, damit ein hoher Wärmestrom von innen nach außen zustande kommt und dadurch möglichst große Temperaturunterschiede auf der Außenoberfläche des Gebäudes auftreten.

Thermographieaufnahmen werden früh morgens durchgeführt, um die Verfälschung des Ergebnisses durch die Infrarotstrahlung des Sonnenlichtes auszuschließen.




Das Ergebnis wird dann in ein für das menschliche Auge sichtbares Bild "übersetzt". Bei Farbkameras erhält man ein Falschfarbenbild, bei dem die unterschiedlichen Farben verschiedenen Temperaturen entsprechen. Warme Flächen erscheinen dabei in Weiß sowie in verschiedenen Rot-Tönungen. Kühlere Bereiche stellen sich hingegen in blauen bis violetten Farben dar. Je mehr weiße und rote Flächen die Aufnahme einer Hausfassade aufweist, desto größer ist der Wärmeverlust.




Hausbesitzern und Wohnungseigentümer können mit dem Ergebnis der Thermographie gezielte Wärmedämm-Maßnahmen einleiten.



117 Millionen Tonnen CO weniger

Regelmäßige Kontrolle durch den Schornsteinfeger senkt den Schadstoffausstoß.

Die Diskussion über hohe CO2-Werte ist zur Zeit in vollem Gange. Sie betrifft nahezu alle Verbraucher und auch der häusliche Heizungsbetreiber kann sich dem nicht verschließen. Etwa 115,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) werden pro Jahr von privaten Haushalten in die Atmosphäre entlassen. (Quelle BMWi und BMU Berichtsjahr 2004, Stand 04/2007). Durch die regelmäßige Überprüfung der Heizungsanlage durch den Schornsteinfeger kann jedoch jeder Hausbesitzer selbst etwas für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel tun.




Aktuelle Zahlen des ZIV (Zentralverband des Schornsteinfegerhandwerks) zeigen, wie wichtig die regelmäßigen Kontrollen sind. Allein bei den 2006 überprüften Gasheizungen wiesen 248.000 Anlagen einen CO-Wert zwischen 500 und 1.000 ppm auf. Bei 203.000 der Messungen überschritt der Wert sogar den Ausstoß von 1.000 ppm. Eine Wartung dieser Feuerstätten ist unumgänglich.




Fasst man die Ergebnisse aus den Überwachungsmessungen zur 1. Bundesimmissionsschutzverordnung von 1994 bis 2006 zusammen, wird deutlich, dass aufgrund der Erstellung von Mängelberichten durch den Schornsteinfeger und den daraus resultierenden Wartungsarbeiten der CO2-Ausstoß jährlich um 5,1 Mio. Tonnen vermindert wurde.



Seit 1994 gelangten durch die neutrale Überwachung immerhin 117 Mio. Tonnen weniger Kohlendioxid in die Erdatmosphäre. Ein Umstand, den es angesichts einer drohenden Klimakatastrophe auch in Zukunft zu berücksichtigen gilt. Das Schornsteinfegerhandwerk trägt als moderner Dienstleister erheblich zum Schutz der Umwelt bei. Darüber hinaus schafft seine Tätigkeit ein hohes Maß Sicherheit für den Heizungsbetreiber.

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Beruf Schornsteinfeger

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